Kategorie: Longlist

Autopsiebericht. Über „Walter Nowak bleibt liegen“ von Julia Wolf

Das Bedauern darüber, dass es Julia Wolfs Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ (Frankfurter Verlagsanstalt) nicht auf die Shortlist geschafft hat, ist unter den Buchpreisbloggern groß. „Mit wenigen, aber präzisen Schnitten dringt Julia Wolf in Walter Nowaks Gehirn zu den entscheidenen Momenten seines Lebens vor. Als Autopsie eines gescheiterten Lebens ist ‚Walter Nowak bleibt liegen‘ kein einfaches Buch. Aber ein gelungenes“, meint etwa Frank O. Rudkoffsky.

 

Birgit Müller-Wieland – Flugschnee

Birgit Müller-Wieland stand mit ihrem Roman „Flugschnee“ (Otto Müller Verlag) auf der diesjährigen Longlist – und sorgte bei den Buchpreisbloggerinnen für ganz unterschiedliche Leseerlebnisse. Während Sarah die kunstvolle Komposition und den ruhigen Stil mochte, tat sich Isabella schwer mit dem Buch: zu ausgefranst die Geschichte, zu behäbig die Erzählweise. Auf ihrem Blog novellieren gibt’s eine ausführliche Besprechung, bei Pinkfisch eine kurze Rezensionsnotiz.

Romeo oder Julia & Katie

Booktuberin und Buchpreisbloggerin Ilke bespricht auf ihrem Kanal BuchGeschichten wieder zwei nominierte Titel gleichzeitig: zum einen „Romeo oder Julia“ von Gerhard Falkner (Berlin Verlag), zum anderen Christine Wunnickes „Katie“ (Berenberg). Zwei Bücher, die Ilke als äußerst unterhaltsam empfunden hat, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Hier entlang zum Video.

Buchhändlerinnen im Gespräch zum #dbp17

„Es ist ja schön und gut, wenn die von der Jury nominierten Titel im Feuilleton besprochen und von uns Buchpreisbloggern vorgestellt werden. Aber wie kommen Long- und Shortlist des Deutschen Buchpreises eigentlich bei denen an, die die Bücher dann auch verkaufen sollen?“

Diese Frage stellt sich Frank O. Rudkoffsky, und er gibt sie weiter an drei Buchhändlerinnen: Maria-Christina Piwowarski (ocelot, not just another bookstore), Jacqueline Masuck (Dussmann das KulturKaufhaus) und Angelika Abels (Angelikas Büchergarten). Ein interessanter Austausch, nachzulesen auf Franks Blog.

Großer Buchpreis-Check für „Peter Holtz“ von Ingo Schulze

Massentauglich oder sperrig? Ein großer deutscher Roman oder doch eher belanglos? Mareike hat Ingo Schulzes jüngstes Werk „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“ (S. Fischer) gelesen und ist ihm mit acht Fragen zu Leibe gerückt. Auf die Shortlist hat es der Roman nicht geschafft, aber hat er Mareikes Buchpreis-Check bestanden? Das erfahrt ihr im Bücherwurmloch.

Christoph Höhtker – Das Jahr der Frauen

Das Psychogramm eines depressiven Mannes, der die innere Leere mit bedeutungslosem Sex auszufüllen versucht, ein ironisch-melancholischer Roman à la Nick Hornby oder doch selbstverliebte, zelebrierte Männerprosa? Buchpreisbloggerin Isabella hat Christoph Höhtkers „Das Jahr der Frauen“ (weissbooks) gelesen und fällt ein klares Urteil. Ihre Besprechung gibt’s im Blog novellieren.

Feridun Zaimoglu – Evangelio

Feridun Zaimoglu, der Schöpfer der „Kanak Sprak”, hat laut Buchpreisblogger Sandro für sein jüngstes Werk „Evangelio“ (Kiepenheuer & Witsch) die „Luther Sprak“ erfunden: „Dies mag zunächst verstören oder ungewohnt zu lesen sein, zeigt aber die großen sprachlichen Fähigkeiten Zaimoglus.“ Auf seinem Blog novelero hat Sandro den Roman kurz und bündig besprochen.

Die Kieferninseln & Das Singen der Sirenen

Auf ihrem YouTube-Kanal BuchGeschichten bespricht Buchpreisbloggerin Ilke „Die Kieferninseln“ von Marion Poschmann (Suhrkamp) und „Das Singen der Sirenen“ von Michael Wildenhain (Klett-Cotta). Einer der beiden Romane hat es auf die Shortlist geschafft, der andere nicht – und auch Ilke hat einen klaren Favoriten. Zum Video geht’s hier entlang.

Ein Buch, zwei Meinungen: Diskussion zu Monika Helfer

Dass sich das Team der Buchpreisblogger aus Lesern mit ganz unterschiedlichen Temperamenten und Vorlieben zusammensetzt, das wird einmal mehr an Monika Helfers Roman „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“ aus dem Jung und Jung Verlag deutlich.

Mareike und Sarah haben das Buch gelesen – und sind zu beinahe gegensätzlichen Fazits gekommen. Die komplette Diskussion gibt’s bei Pinkfisch, außerdem hat Mareike auch diesen Roman dem „großen Buchpreis-Check“ unterzogen – nachzulesen ist das im Bücherwurmloch.

Sven Regener – Wiener Straße

Ein Wiedersehen mit alten Freunden – so empfinden unsere Buchpreisblogger Sandro und Frank die Lektüre von Sven Regeners „Wiener Straße“ (Galiani). So gelungen wie seine Vorgänger, darunter der Bestseller „Herr Lehmann“, sei der Roman zwar nicht, aber der „heitere Gegenpol“ zur sonst „feuilletonistischen Schwere“ der nominierten Titel tue der Longlist gut. Zu den Besprechungen geht es hier entlang:

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