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Jury 2021: Anja Johannsen

Anja Johannsen, * 1974, lebt – nach vielen Jahren in Berlin und nicht ganz so vielen in Dublin, New York und Zürich – in Göttingen und leitet dort seit 2010 das Literarische Zentrum Göttingen. Sie mag es sehr, Programm zu machen, Gastgeberin und im besten Fall Ideengeberin zu sein. Göttingen ist ein guter Flecken, von wo aus sich vieles anstoßen und umsetzen lässt, zum Beispiel Kongresse wie „Vom Klima Schreiben“, Projekte fürs Netzwerk der Literaturhäuser wie „Vom Unbehagen in der Fiktion“ oder aktuell der „boxenstopp“. (mehr …)

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Jury 2021: Beate Scherzer

Eine, manchmal sogar zwei Veranstaltungen pro Woche – in normalen Zeiten – organisieren Inhaberin Beate Scherzer und Mitgründer Peter Kolling von der Buchhandlung Proust Wörter + Töne, und das bereits seit 30 Jahren. Namenhafte Autor*innen wie T.C. Boyle, Herta Müller, Ursula Krechel oder Feridun Zaimoglu waren bereits zu Gast in Essen (und, wenn alles klappt, geht es im September als Präsenzveranstaltung mit Sharon Dodua Otoo weiter). Da ist kein Wunder, dass Proust mehrfach mit dem Deutschen Buchhandlungspreis und als Deutschlands schönste Buchhandlung ausgezeichnet wurde. Um den Kontakt zu den Kund*innen auch zu Coronazeiten so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, wird regelmäßig ein Newsletter verschickt, außerdem hat Proust Wörter + Töne einen Instagram-Account – auf dem es zukünftig auch „Beates Wochentipp“ im Videoformat geben wird!

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Jury 2021: Knut Cordsen

Was man nicht alles für die Literatur und die Liebe zum geschriebenen Wort tut: zum Beispiel 900 Kilometer in den Süden ziehen! Knut Cordsen, 1972 in Kiel geboren, entschied sich im Alter von 20 Jahren dazu, in München an der Ludwig-Maximilians-Universität zu studieren und parallel die Deutsche Journalistenschule zu besuchen. Danach blieb er in seiner Wahlheimat und arbeitet seit 25 Jahren für den Bayerischen Rundfunk als Literaturkritiker und Moderator mehrerer Sendungen. Seit 2017 ist er außerdem Teil der Jury des Bayerischen Buchpreises – und ist somit bestens gewappnet, um dieses Jahr als Jurysprecher den Deutschen Buchpreis zu vertreten.

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Jury 2021: Bettina Fischer

Bettina Fischer, geboren 1967 in Hamburg, ist mit Umweg über Berlin vor mehr als 20 Jahren nach Köln gezogen und seit dem Jahr 2000 Geschäftsführerin des Literaturhauses Köln, seit 2012 als alleinige Leiterin. Für sie ist Köln eine Stadt, in der sich die Menschen für literarische Begegnungen begeistern – deswegen ist sie auch stellvertretende Vorsitzende des neuen Vereins Literaturszene Köln, außerdem Teil des Vorstands von KulturNetzKöln und des Kölner Kulturrates. Und nicht nur das, 2014 war sie Mitherausgeberin der Anthologie „Eigentlich Heimat. NRW literarisch“, eine literarische Liebeserklärung an die Wahlheimat, heraus. Nach zahlreichen Jurytätigkeiten wie beim Kranichsteiner Literaturpreis und dem Förderpreis Literatur des Landes NRW ist sie jetzt bestens gewappnet, um es in diesem Jahr mit der umfangreichen Leseliste für den Deutschen Buchpreis aufzunehmen!

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Jury 2021: Richard Kämmerlings

Richard Kämmerlings, geboren 1969 in Hüls am Niederrhein, arbeitet seit 25 Jahren als Literaturkritiker, zunächst im Feuilleton der FAZ, seit 2010 als Redakteur bei der Welt und der Welt am Sonntag in Berlin. Als Juror liest er seit Jahren für den Bremer Literaturpreis und hat 2011 ein Buch über die deutschsprachige Gegenwartsliteratur seit 1989 veröffentlicht.

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„Archipel“ auf Spanisch. Interview mit Mahlke-Übersetzer José Aníbal Campos

Doppelte Herausforderung: Inger-Maria Mahlkes buchpreisprämierten Roman Archipel ins Spanische zu übertragen, ist für Übersetzer José Aníbal Campos (der unter anderem auch Paul Celan, Peter Stamm, Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger in die spanischsprachige Welt brachte) in gleich zweifacher Hinsicht außergewöhnlich – zum einen, da der Roman in Spanien spielt, zum anderen, weil er rückwärts erzählt ist, von der Gegenwart bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Wie geht man in diesem speziellen Fall vor? Und wie funktioniert das generell, das Übersetzen? José Aníbal Campos gibt Einblick in seine Werkstatt.
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