Lesekreise lesen Longlist

© Christina Weiß

Lesekreise erfahren eine echte Renaissance – ob im privaten Rahmen, in Cafés oder in Buchhandlungen, in den letzten Jahren finden sich immer mehr begeisterte Leser, die diese beinahe ausgestorbene Tradition wieder zum Leben erwecken. Der Deutsche Buchpreis kooperiert in diesem Jahr erstmalig mit fünf Leseclubs, die sich bis zum 27. Mai unter buchpreis@boev.de unter Angabe der zuletzt diskutierten Bücher, der Anzahl der aktiven Mitglieder und weiteren Angaben bewerben können. Welche Literaturkreise zu den auserwählten Fünf gehören, wird Mitte Juli verraten.

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Drei Fragen an… Christoph Bartmann

© Monique Wüstenhagen

Christoph Bartmann (*1955) ist ein Wiederholungstäter: Vor genau zehn Jahren war er bereits Juror für den Deutschen Buchpreis. Der studierte Germanist arbeitete zunächst als Lektor an der Neuen Universität Lissabon und seit 1988 für das Goethe-Institut, ein Job, mit dem man um die Welt reist: Nach Düsseldorf, Prag, München und Kopenhagen waren seine letzten Stationen New York und seit 2016 das Goethe-Institut in Warschau. Und als wäre das nicht genug, hat Bartmann mehrere Sachbücher bei Hanser veröffentlicht und schreibt für die ZEIT.

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Drei Fragen an… Marianne Sax

© privat

Marianne Sax (*1964) ist ein Büchermensch, wie er im Buche steht. Seit 1990 führt sie den Bücherladen Marianne Sax in Frauenfeld, rund 40 Kilometer von Zürich entfernt. Außerdem war sie acht Jahre lang Präsidentin des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbandes (SBVV). 2016 legte sie das Amt turnusmäßig nieder, an Langeweile ist aber nicht zu denken. Neben ihrer Tätigkeit als Jurorin für den Deutschen Buchpreis ist Sax die Mitorganisatorin des Frauenfelder Bücherfestes und der Aktion „Frauenfeld liest ein Buch“, bei dem dieses Jahr „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky im Mittelpunkt steht und Programmleiterin des Thurgauer Literaturhauses in Gottlieben.

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Drei Fragen an… Christine Lötscher

© privat

Christine Lötscher, 1970 in Zürich geboren, hat bereits jahrelange Buchpreis-Erfahrung gesammelt: Von 2011 bis 2013 war sie Jurorin für den Schweizer Buchpreis. Die freie Kritikerin, die zum Thema „Das Zauberbuch als Denkfigur – Lektüre, Medien und Wissen in der fantastischen Literatur“ promovierte, schreibt unter anderem für den Tages-Anzeiger und die Fachzeitschrift Buch&Maus. Sie war Teil der Sendung „Literaturclub“ im SRF und forscht an der Universität Zürich über Alice im Wunderland und ihre Spuren in der Populärkultur. Zurzeit ist sie Fellow der Kollegforschergruppe Cinepoetics an der Freien Universität Berlin.

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165 Einreichungen aus 105 Verlagen

© Monique Wüstenhagen

Kurz vor Ostern traf sich die Jury in Berlin zum ersten Mal, um sich kennenzulernen und über ihre gemeinsame Aufgabe in den nächsten Monaten zu diskutieren. Der Sommer wird für die sieben Juroren leseintensiv: 105 Verlage haben insgesamt 165 Romane für den Deutschen Buchpreis 2018 eingesandt. Von den eingereichten Titeln stammen 75 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, weitere 75 werden im Herbst auf den Markt kommen und 15 Titel sind bereits vergangenes Jahr erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind beziehungsweise erscheinen. Aller Wahrscheinlichkeit wird es nicht bei 165 Büchern bleiben: Die Verlage durften bis zu fünf weitere Romane aus dem eigenen Programm empfehlen. Dabei kamen insgesamt 94 Titel zusammen, die die Jury nachfordern könnte.

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Deutscher Buchpreis international!

© Monique Wüstenhagen

Wirkt sich der Gewinn des Deutschen Buchpreises auf die internationale Wahrnehmung aus? Worauf achten Verlage im Ausland, wenn sie die Rechte an einem Titel kaufen? Was passiert beim Übersetzen? Wir haben uns die vergangenen Preisträger näher angeschaut, Robert Menasses Die Hauptstadt ausgenommen, da der Titel erst letzten Herbst erschienen ist und noch keine fertigen Übersetzungen vorliegen. (mehr …)

Deutscher Buchpreis 2018: Jury und Startschuss für Verlage

© Monique Wüstenhagen

Es ist soweit – der Auftakt für den Deutschen Buchpreis 2018 ist gemacht! Und der beginnt alljährlich mit der Verkündung der siebenköpfigen Jury, außerdem können Verlage ab sofort ihre Nominierungen einreichen. Freut ihr euch schon auf die neue Saison? Kommentiert und twittert gerne eure Meinungen! Der offizielle Hashtag lautet dieses Jahr #dbp18.

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Shortlist-Lesung im Literaturhaus Frankfurt

Wie ihre Kollegin Sarah alias Pinkfisch saß auch Buchpreisbloggerin Isabella im Publikum der Shortlist-Lesung, die kürzlich im Literaturhaus Frankfurt stattfand, und schrieb eifrig mit. Wer nicht selbst zugegen war, kann in Isabellas zweiteiligem Bericht en détail nachlesen, was fünf der sechs Shortlist-Autoren (Gerhard Falkner war leider verhindert) über ihr jeweiliges nominiertes Werk zu erzählen wussten:

» Teil 1: Franzobel und Marion Poschmann
» Teil 2: Robert Menasse, Sasha Marianna Salzmann und Thomas Lehr

Robert Prosser – Phantome

Den Sprung von der Long- auf die Shortlist hat Robert Prosser nicht geschafft, Buchpreisblogger Sandro hat seinen bei Ullstein fünf erschienenen Roman dennoch sehr gerne gelesen: „Mit ‚Phantome’ schafft er es, einen (…) fast vergessenen Konflikt, eine häßliche Narbe im heutigen Antlitz Europas in Erinnerung zu rufen und zu zeigen, dass dessen Nachwirkungen noch lange nicht verhallt sind.“ Im Blog novelero gibt’s die vollständige Besprechung.

Der Werwolf im System. Über „Schreckliche Gewalten“ von Jakob Nolte

Die Herren unter den Buchpreisbloggern haben sich „Schreckliche Gewalten“ (Matthes & Seitz Berlin), den zweiten Roman des 1988 geborenen Jakob Nolte, zu Gemüte geführt. Und sie sind sich einig: Dieses Buch und dieser Autor haben es in sich. „‚Schreckliche Gewalten‘ ist ein verschlungener, anstrengender Roman“, schreibt Sandro auf seinem Blog novelero: „brutal und fies, ironisch und lustig.“

Und Frank O. Rudkoffsky kommt gar zu dem Schluss: „‚Schreckliche Gewalten‘ ist sicher nichts für die breite Masse. Aber es sticht aus einer solchen heraus. Es ist ein Gewinn für unsere Literaturlandschaft, dass die Jury des Deutschen Buchpreises die Arbeit und den Mut unabhängiger Verlage auch in diesem Jahr mit Aufmerksamkeit belohnt.“