Schlagwort: Jury

Jury 2020: David Hugendick

David Hugendick, das wird schnell deutlich, ist zwar Literaturredakteur von Zeit Online (und das bereits seit 2009), die Themen, über die er schreibt, sind aber sehr viel vielfältiger. Denn neben Rezensionen und Porträts von Autor*innen oder einem Blick auf den Bachmann-Preis beschäftigt er sich als Kolumnist auch gerne mit Fußball oder kehrt für eine Reportage zurück in seine Heimatstadt Bremerhaven. Auch die Oscar-Nacht begleitet er, freut sich über die Adelung des ß, das in den Kreis der Großbuchstaben aufgenommen wurde, und lässt sich sogar zu einem Selbstversuch mit Botox hinreißen.

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Jury 2020: Maria-Christina Piwowarski

Rund acht Bücher liest sie laut Eigenaussage im Monat, doch wer Maria-Christina Piwowarski auf Instagram folgt (und das sind fast 6.500 Menschen), weiß, dass es meist mehr sind. Auf ihrem Kanal berät sie regelmäßig Lesende und gibt Buchtipps, gründete zudem einen virtuellen Lesekreis – genau wie in der Offline-Welt: Da arbeitet sie in der Berliner Buchhandlung ocelot, die sie seit 2015 auch leitet.

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Jury 2020: Denise Zumbrunnen

Die Zürcher Spiegelgasse ist weit über ihre Stadtgrenzen hinaus bekannt. Kein Wunder, ist sie schließlich Geburtsort des Dadaismus – 1916 wurde hier das Cabaret Voltaire eröffnet –, außerdem wohnten keine Geringeren als Georg Büchner und Lenin in der Spiegelgasse. Seit 2017 ist die kleine Straße um eine weitere kulturelle Attraktion reicher: Vor drei Jahren wurde hier Never Stop Reading eröffnet, eine Buchhandlung für Kunst, Architektur, Design und Fotografie, in die im Februar 2018 Denise Zumbrunnen mit einstieg.

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Jury 2020: Chris Möller

Chris Möller hat etwas ganz Ungewöhnliches erreicht, das auf den ersten Blick nichts mit Literatur zu tun hat: Hört man in Berlin das Wort „Kabeljau“, denkt man nicht an Fisch. Und hier kommt die Literatur ins Spiel – „Kabeljau & Dorsch“ ist ein erfolgreiches Neuköllner Lesungsformat, das 2013 von Möller mitgegründet wurde und bereits Autor*innen wie Inger-Maria Mahlke, Philipp Winkler, Lucy Fricke und Juan S. Guse zum Talk in die Kneipe oder auf den Minigolfplatz holte. Diese lesen nicht nur aus aktuellen Büchern, sondern auch bis dato unveröffentlichte Lyrik und Prosa, einziges Kriterium: Es müssen sehr gute, literarische Texte sein.

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Jury 2020: Felix Stephan

In einer Kolumne in der Süddeutschen Zeitung verrät Felix Stephan, was ihn am Beruf des Kritikers so reizt: Es sei für ihn interessant, dass es auch heute noch Menschen gebe, die sich die sich mit so etwas Unhandlichem wie belletristischen Werken auseinandersetzen, selbst auf die Gefahr hin, nicht nur zurückgewiesen, sondern gar ignoriert zu werden. „Dass man die Gelegenheit wahrnimmt, sich in diesem Kosmos aufzuhalten, erscheint mir eigentlich gar nicht erklärungsbedürftig.“

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Deutscher Buchpreis 2020: 187 Titel eingereicht/Hanna Engelmeier ist Jurysprecherin

Rekord: Für den Deutschen Buchpreis 2020 wurden 187 Titel eingereicht, die in 120 Verlagen erschienen sind – mehr als in den Jahren zuvor. 82 der Verlage haben ihren Sitz in Deutschland, 20 in Österreich und 18 in der Schweiz. Weitere Statistiken für Zahlenfans: 88 Romane stammen aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 21 sind bereits vergangenen Herbst erschienen und auf 78 dürfen wir uns in diesem Herbst freuen. Desweiteren gibt es eine Empfehlungsliste mit 96 weiteren Titeln, die die Jury nachträglich anfragen kann.

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Jury 2020: Hanna Engelmeier

Googlet man den Namen Hanna Engelmeier, führen sechs Seiten Treffer auf ganz verschiedene Portale und Magazine – ein kleiner Beweis ihrer großen Vielfältigkeit. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin – ihre Dissertation über Anthropologie in Deutschland trägt den schönen Titel „Der Mensch, der Affe“ – veröffentlicht regelmäßig Essays in Zeitschriften wie Merkur oder Spr.i.t.Z, Rezensionen erschienen zuletzt in der taz, SZ oder ZEIT online.

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Jury 2019: Petra Hartlieb

Kaum eine kennt sich mit Buchhandlungen besser aus als sie: Petra Hartlieb ist nicht nur – gemeinsam mit ihrem Mann – seit 2004 Inhaberin der Wiener Traditionsbuchhandlung Hartliebs Bücher, die 2017 mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurde, sie hat auch mehrere Bücher über dieses Thema geschrieben, namentlich „Meine wundervolle Buchhandlung“ (DuMont, 2014, mehr als 60.000 Mal verkauft und in acht Sprachen übersetzt) und „Weihnachten in der Buchhandlung“ (DuMont, 2018); ganz frisch ist Hartliebs Bücher außerdem auf Instagram zu finden.

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