Schlagwort: Frank O. Rudkoffsky

Der Werwolf im System. Über „Schreckliche Gewalten“ von Jakob Nolte

Die Herren unter den Buchpreisbloggern haben sich „Schreckliche Gewalten“ (Matthes & Seitz Berlin), den zweiten Roman des 1988 geborenen Jakob Nolte, zu Gemüte geführt. Und sie sind sich einig: Dieses Buch und dieser Autor haben es in sich. „‚Schreckliche Gewalten‘ ist ein verschlungener, anstrengender Roman“, schreibt Sandro auf seinem Blog novelero: „brutal und fies, ironisch und lustig.“

Und Frank O. Rudkoffsky kommt gar zu dem Schluss: „‚Schreckliche Gewalten‘ ist sicher nichts für die breite Masse. Aber es sticht aus einer solchen heraus. Es ist ein Gewinn für unsere Literaturlandschaft, dass die Jury des Deutschen Buchpreises die Arbeit und den Mut unabhängiger Verlage auch in diesem Jahr mit Aufmerksamkeit belohnt.“

Autopsiebericht. Über „Walter Nowak bleibt liegen“ von Julia Wolf

Das Bedauern darüber, dass es Julia Wolfs Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ (Frankfurter Verlagsanstalt) nicht auf die Shortlist geschafft hat, ist unter den Buchpreisbloggern groß. „Mit wenigen, aber präzisen Schnitten dringt Julia Wolf in Walter Nowaks Gehirn zu den entscheidenen Momenten seines Lebens vor. Als Autopsie eines gescheiterten Lebens ist ‚Walter Nowak bleibt liegen‘ kein einfaches Buch. Aber ein gelungenes“, meint etwa Frank O. Rudkoffsky.

 

Buchhändlerinnen im Gespräch zum #dbp17

„Es ist ja schön und gut, wenn die von der Jury nominierten Titel im Feuilleton besprochen und von uns Buchpreisbloggern vorgestellt werden. Aber wie kommen Long- und Shortlist des Deutschen Buchpreises eigentlich bei denen an, die die Bücher dann auch verkaufen sollen?“

Diese Frage stellt sich Frank O. Rudkoffsky, und er gibt sie weiter an drei Buchhändlerinnen: Maria-Christina Piwowarski (ocelot, not just another bookstore), Jacqueline Masuck (Dussmann das KulturKaufhaus) und Angelika Abels (Angelikas Büchergarten). Ein interessanter Austausch, nachzulesen auf Franks Blog.

Menschen sind so. Über „Das Floß der Medusa“ von Franzobel

„Andere Autoren hätten aus diesem Stoff einen schweren, einen düsteren und belehrenden Roman gemacht. Nicht so der Österreicher mit dem ungewöhnlichen Künstlernamen […].“ Buchpreisblogger Frank ist voll des Lobes für Franzobels Werk „Das Floß der Medusa“ (Zsolnay), das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises steht. Warum er so begeistert ist, das erfahrt ihr auf seinem Blog.

Sven Regener – Wiener Straße

Ein Wiedersehen mit alten Freunden – so empfinden unsere Buchpreisblogger Sandro und Frank die Lektüre von Sven Regeners „Wiener Straße“ (Galiani). So gelungen wie seine Vorgänger, darunter der Bestseller „Herr Lehmann“, sei der Roman zwar nicht, aber der „heitere Gegenpol“ zur sonst „feuilletonistischen Schwere“ der nominierten Titel tue der Longlist gut. Zu den Besprechungen geht es hier entlang:

» novelero
» Frank O. Rudkoffsky

Kraft – Jonas Lüscher

Noch vor Bekanntgabe der Longlist sah Buchpreisblogger Frank in Jonas Lüschers Roman „Kraft“ (C.H. Beck) einen ganz heißen Kandidaten – und er tippte richtig, Lüscher ist einer von zwanzig nominierten Autoren und Autorinnen. Nun hat auch Franks Mitstreiterin Sarah das Werk gelesen, ist aber nicht ganz so euphorisch. Auf Sarahs Blog Pinkfisch unterhalten sich die beiden über ihre unterschiedlichen Leseerfahrungen.

Überzeugend gescheitert. Über „Kraft“ von Jonas Lüscher

Bis zur Bekanntgabe der Longlist sind es nur noch knapp zwei Wochen – Grund genug für die Buchpreisblogger, erste Spekulationen anzustellen. Frank O. Rudkoffsky zum Beispiel sieht in Jonas Lüschers Romandebüt „Kraft“ aus dem Hause C.H. Beck einen ganz heißen Kandidaten:

„Kraft“ erzählt nicht nur tragikomisch vom Scheitern, sondern ist gleichermaßen als Wissenschaftssatire und launige Abrechnung mit dem Kapitalismus angelegt – und dabei so klug und unterhaltsam, dass es eine Überraschung wäre, den Roman nicht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises zu entdecken. Mindestens.

Hier entlang zur vollständigen Rezension.

Ohne Worte: Buchpreisblogger Frank O. Rudkoffsky

Frank O. Rudkoffsky lebt als Autor und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift ]trash[pool in Stuttgart. Nach Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien sowie einer Finalteilnahme beim Prosanova-Literaturwettbewerb erschien 2015 sein Debütroman „Dezemberfieber“ beim Verlag duotincta. Im selben Jahr war er auch Teil des Herausgeberteams der mikrotext-Anthologie „Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge“.

Auf seinem Blog www.rudkoffsky.com setzt er sich vor allem mit Gegenwartsliteratur auseinander, zudem schreibt er regelmäßig Buchtipps für Magazine. Aktuell arbeitet er an der Fertigstellung seines nächsten Romans.

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