Schlagwort: Deutscher Buchpreis 2019

Offizielle Lesekreise 2019: Literaturkreis Goslar 1981

Unschlagbar: Seit 38 Jahren gibt es den Literaturkreis Goslar inzwischen. Jeden Monat treffen sich die elf Mitglieder – größtenteils Ehepaare – um über Literatur zu diskutieren. Dabei ist der Leseclub nicht päpstlicher als der Papst: Haben etwa urlaubsbedingt nur wenige Zeit, geht man ins Theater oder setzt sich im Sommer unter einen Baum und liest gemeinsam Texte.

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Offizielle Lesekreise 2019: VHS Literaturtreff Haren

Der Literaturtreff Haren läuft offiziell zwar über die VHS, wer interessiert ist, kann aber auch ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen. Einmal im Monat treffen sich die insgesamt 16 Mitglieder in der Giraffenbuchhandlung, um über einen Roman zu diskutieren. Monika Kremer, die den Lesekreis 2009 ins Leben rief, hat in ihrer Buchhandlung einen extra Platz für die Bücher des Literaturtreffs geschaffen, um sie dort auszustellen.

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Offizielle Lesekreise 2019: Literaturkreis Augsburg-Göggingen

Der Lesekreis in Augsburg-Göggingen zeigt sich als wahrlich lese- und diskussionsbegeistert: Jeden zweiten Donnerstag im Monat treffen sich die im Schnitt 12 bis 18 Teilnehmer*innen in der Stadtteilbibliothek, um über ihre aktuelle Lektüre zu sprechen. Auf einem eigens dafür angelegten Blog hält der Leiter des Literaturkreises, Marius Müller, die Ergebnisse der Diskussion fest und informiert über die kommenden Termine und Bücher.

Lesekreisleiter Marius Müller gewährt einen Einblick hinter die Kulissen:

Was war die Motivation dafür, den Lesekreis zu gründen?

Der Lesekreis wurde von meinen Vorgängerinnen gegründet, um sich über Lektüre austauschen zu können. 2011 war das, damals gab es kaum öffentliche Lesekreise, bei denen man einfach so dazu stoßen konnte. Das ist übrigens immer noch so: Man muss sich nicht anmelden, nicht einmal das Buch gelesen haben, sondern kann sich bei der Diskussion Inspiration holen.

Was war das erinnerungswürdigste Treffen bisher?

Die Debatte beim letzten Mal beispielsweise war sehr interessant. Mit Marion Poschmanns „Die Kieferninseln“ haben wir einen Titel besprochen, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war und wirklich sehr konträr diskutiert wurde. Ebenfalls erinnerungswürdig war ein Treffen vor einigen Jahren, für das wir „Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski“ von Robert Hültner lasen – und eine Woche später kam der Autor für eine Lesung zu uns in die Bibliothek.

Welche drei Titel wurden zuletzt besprochen?

Die Auswahl unserer Titel ist sehr heterogen. Bei jedem dritten Treffen können die Teilnehmer*innen Bücher vorstellen, und dann stimmen wir ab, was gelesen werden soll. Unsere Richtlinie dabei ist, dass es die Bücher schon als Taschenbuchausgabe geben soll, weil wir dadurch mindestens zwei Exemplare zum Ausleihen vorrätig haben beziehungsweise die Bücher günstiger sind. Zuletzt ging es mit „Blauer Hibiskus“ von Chimamanda Ngozi Adichie und „Das Tiefland“ von Jhumpa Lahiri nach Nigeria und Indien. Und im Juli haben wir, wie bereits erwähnt, über „Die Kieferninseln“ gesprochen, während für den August „Der Lärm der Zeit“ von Julian Barnes geplant ist.

Offizielle Lesekreise 2019: Die Ausdauernden Sieben

Wenn man es genau nimmt, hatte dieser Berliner Lesekreis bisher gar keinen Namen. „Die Ausdauernden Sieben“ trifft den Nagel aber auf den Kopf, schließlich wurde er vor 33 Jahren gegründet, trifft sich seit dem Jahr 1993 in der aktuellen Formation – und das jeden Donnerstag! Der kurzzeitige Versuch, den Rhythmus auf alle zwei Wochen auszudehnen, schlug fehl. Aus gutem Grund: Die ausdauernden Frauen lesen sich nämlich gegenseitig vor.

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Offizielle Lesekreise 2019: Literaturkreis Stuttgart

Afrikanisches Essen und Gespräche über Literatur: Alle vier bis acht Wochen trifft sich der Lesekreis Stuttgart im Separee des Restaurants Äquator in Bad Cannstatt. Welche Bücher dabei besprochen werden, entscheidet ein ausgeklügeltes System: Reihum darf jeder ein Thema kuratieren, zu dem er oder sie drei Bücher für die nächsten drei Treffen auswählt und beim ersten Mal ein wenig Hintergrundinformationen liefert.

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Jury 2019: Petra Hartlieb

Kaum eine kennt sich mit Buchhandlungen besser aus als sie: Petra Hartlieb ist nicht nur – gemeinsam mit ihrem Mann – seit 2004 Inhaberin der Wiener Traditionsbuchhandlung Hartliebs Bücher, die 2017 mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurde, sie hat auch mehrere Bücher über dieses Thema geschrieben, namentlich „Meine wundervolle Buchhandlung“ (DuMont, 2014, mehr als 60.000 Mal verkauft und in acht Sprachen übersetzt) und „Weihnachten in der Buchhandlung“ (DuMont, 2018); ganz frisch ist Hartliebs Bücher außerdem auf Instagram zu finden.

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Jury 2019: Daniela Strigl

Sie ist eine echte Wiederholungstäterin: Bereits 2009 war Daniela Strigl Teil der Jury des Deutschen Buchpreises (damals gewann übrigens Kathrin Schmidt mit „Du stirbst nicht“); dazu ist sie ebenfalls Jurorin für den Franz-Tumler-Literaturpreis und den Bremer Literaturpreis.

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Jury 2019: Hauke Hückstädt

Wenn sich jemand mit dem Deutschen Buchpreis auskennt, dann er: Hauke Hückstädt ist Leiter des Literaturhauses Frankfurt, in dem sich die renommiertesten Autor*innen die Ehre geben, außerdem veranstaltet das Literaturhaus jedes Jahr (seit 2018 in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt) die Shortlist-Lesung ­– wobei er sich im Hintergrund hält, um die Rollen nicht zu vermischen.

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Jury 2019: Margarete von Schwarzkopf

Ob die „schönsten Legenden“, das Filmbuch zu „Momo“, ob über „Schokolade“ oder „Neandertaler“, ob Krimis oder Jugendbücher, Margarete von Schwarzkopf beweist als Buchautorin ein breites Spektrum an Interessens- und Wissensgebieten. Zudem arbeitet die Anglistin und Historikerin als freie Journalistin: Sie war jahrelang Feuilletonredakteurin bei der Welt und später beim NDR, wo sie unter anderem die Literatursendung „Bücherwelt“ betreute.

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