165 Einreichungen aus 105 Verlagen

© Monique Wüstenhagen

Kurz vor Ostern traf sich die Jury in Berlin zum ersten Mal, um sich kennenzulernen und über ihre gemeinsame Aufgabe in den nächsten Monaten zu diskutieren. Der Sommer wird für die sieben Juroren leseintensiv: 105 Verlage haben insgesamt 165 Romane für den Deutschen Buchpreis 2018 eingesandt. Von den eingereichten Titeln stammen 75 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, weitere 75 werden im Herbst auf den Markt kommen und 15 Titel sind bereits vergangenes Jahr erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind beziehungsweise erscheinen. Aller Wahrscheinlichkeit wird es nicht bei 165 Büchern bleiben: Die Verlage durften bis zu fünf weitere Romane aus dem eigenen Programm empfehlen. Dabei kamen insgesamt 94 Titel zusammen, die die Jury nachfordern könnte.

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Deutscher Buchpreis international!

© Monique Wüstenhagen

Wirkt sich der Gewinn des Deutschen Buchpreises auf die internationale Wahrnehmung aus? Worauf achten Verlage im Ausland, wenn sie die Rechte an einem Titel kaufen? Was passiert beim Übersetzen? Wir haben uns die vergangenen Preisträger näher angeschaut, Robert Menasses Die Hauptstadt ausgenommen, da der Titel erst letzten Herbst erschienen ist und noch keine fertigen Übersetzungen vorliegen. (mehr …)

Deutscher Buchpreis 2018: Jury und Startschuss für Verlage

© Monique Wüstenhagen

Es ist soweit – der Auftakt für den Deutschen Buchpreis 2018 ist gemacht! Und der beginnt alljährlich mit der Verkündung der siebenköpfigen Jury, außerdem können Verlage ab sofort ihre Nominierungen einreichen. Freut ihr euch schon auf die neue Saison? Kommentiert und twittert gerne eure Meinungen! Der offizielle Hashtag lautet dieses Jahr #dbp18.

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Shortlist-Lesung im Literaturhaus Frankfurt

Wie ihre Kollegin Sarah alias Pinkfisch saß auch Buchpreisbloggerin Isabella im Publikum der Shortlist-Lesung, die kürzlich im Literaturhaus Frankfurt stattfand, und schrieb eifrig mit. Wer nicht selbst zugegen war, kann in Isabellas zweiteiligem Bericht en détail nachlesen, was fünf der sechs Shortlist-Autoren (Gerhard Falkner war leider verhindert) über ihr jeweiliges nominiertes Werk zu erzählen wussten:

» Teil 1: Franzobel und Marion Poschmann
» Teil 2: Robert Menasse, Sasha Marianna Salzmann und Thomas Lehr

Robert Prosser – Phantome

Den Sprung von der Long- auf die Shortlist hat Robert Prosser nicht geschafft, Buchpreisblogger Sandro hat seinen bei Ullstein fünf erschienenen Roman dennoch sehr gerne gelesen: „Mit ‚Phantome’ schafft er es, einen (…) fast vergessenen Konflikt, eine häßliche Narbe im heutigen Antlitz Europas in Erinnerung zu rufen und zu zeigen, dass dessen Nachwirkungen noch lange nicht verhallt sind.“ Im Blog novelero gibt’s die vollständige Besprechung.

Der Werwolf im System. Über „Schreckliche Gewalten“ von Jakob Nolte

Die Herren unter den Buchpreisbloggern haben sich „Schreckliche Gewalten“ (Matthes & Seitz Berlin), den zweiten Roman des 1988 geborenen Jakob Nolte, zu Gemüte geführt. Und sie sind sich einig: Dieses Buch und dieser Autor haben es in sich. „‚Schreckliche Gewalten‘ ist ein verschlungener, anstrengender Roman“, schreibt Sandro auf seinem Blog novelero: „brutal und fies, ironisch und lustig.“

Und Frank O. Rudkoffsky kommt gar zu dem Schluss: „‚Schreckliche Gewalten‘ ist sicher nichts für die breite Masse. Aber es sticht aus einer solchen heraus. Es ist ein Gewinn für unsere Literaturlandschaft, dass die Jury des Deutschen Buchpreises die Arbeit und den Mut unabhängiger Verlage auch in diesem Jahr mit Aufmerksamkeit belohnt.“

Autopsiebericht. Über „Walter Nowak bleibt liegen“ von Julia Wolf

Das Bedauern darüber, dass es Julia Wolfs Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ (Frankfurter Verlagsanstalt) nicht auf die Shortlist geschafft hat, ist unter den Buchpreisbloggern groß. „Mit wenigen, aber präzisen Schnitten dringt Julia Wolf in Walter Nowaks Gehirn zu den entscheidenen Momenten seines Lebens vor. Als Autopsie eines gescheiterten Lebens ist ‚Walter Nowak bleibt liegen‘ kein einfaches Buch. Aber ein gelungenes“, meint etwa Frank O. Rudkoffsky.

 

Großer Buchpreis-Check für „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse

Und weiter geht’s mit Mareikes großem Buchpreis-Check. Diesmal wird Robert Menasses Roman „Die Hauptstadt“ (Suhrkamp) unter die Lupe genommen: „Es ist der erste große und wichtige EU-Roman. Hochaktuell, um nicht zu sagen brisant, ein schlaues und fein ausbalanciertes Werk.“ Also zu Recht ein Shortlist-Titel – aber hat er in Mareikes Augen auch Chancen auf den Preis? Im Bücherwurmloch erfahrt ihr’s.

Shortlist-Lesung im Frankfurter Literaturhaus

Auch unsere Buchpreisbloggerinnen ließen sich natürlich nicht die Shortlist-Lesung entgehen, die jedes Jahr wenige Wochen vor der Preisverleihung im Frankfurter Literaturhaus stattfindet. „Für mich hat dieser Abend auch im Nachgang immer ganz viel Wirkung“, schreibt etwa Sarah.

„Es gibt ein paar schöne Zitate und Geschichten aus dem Abend, die man im Buchladenalltag weitererzählen kann, und diese Lesungsabende haben mich immer wieder auch Entdeckungen machen lassen.“ Hier geht’s zu ihrem ausführlichen Bericht auf dem Blog Pinkfisch.

Birgit Müller-Wieland – Flugschnee

Birgit Müller-Wieland stand mit ihrem Roman „Flugschnee“ (Otto Müller Verlag) auf der diesjährigen Longlist – und sorgte bei den Buchpreisbloggerinnen für ganz unterschiedliche Leseerlebnisse. Während Sarah die kunstvolle Komposition und den ruhigen Stil mochte, tat sich Isabella schwer mit dem Buch: zu ausgefranst die Geschichte, zu behäbig die Erzählweise. Auf ihrem Blog novellieren gibt’s eine ausführliche Besprechung, bei Pinkfisch eine kurze Rezensionsnotiz.