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Shortlist-Abend im Schauspiel Frankfurt

Bereits zum zweiten Mal wurde die beliebte Shortlist-Lesung nicht im Literaturhaus, sondern im 700 Personen umfassenden Schauspiel Frankfurt veranstaltet – vor vollem Haus. Nach einleitenden Worten von Sonja Vandenrath, Literaturbeauftragte der Stadt, erinnert Benno Hennig von Lange vom Literaturhaus an die beiden Menschen, die sonst immer auf der Bühne stehen: Hauke Hückstädt und Alf Mentzer sind als diesjährige Juroren natürlich nicht auf der Lesung – dafür aber alle sechs Nominierten. (mehr …)

Buchpreisbloggen mit Marius Müller (Buch-Haltung): „Der Große Garten“ von Lola Randl

Mit Der große Garten steht die Filmemacherin und Autorin Lola Randl auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019. Ein Buch, das viele boomende Themen aufgreift: Gärtnern, Flucht aufs Land, das Dorf als Kulturclash, Naturerfahrung. Kein Wunder also, dass sich dieser Titel unter den Nominierten findet. Für mich persönlich ist die Platzierung aber fraglich, denn Randls Buch gelang es nur in Ansätzen, mich gut zu unterhalten. Woran das liegt? Hier im Folgenden ein paar Gründe für meine Probleme mit dem Buch. (mehr …)

Buchpreisbloggen mit Marc Richter (Lesen macht glücklich): „Wo wir waren“ von Norbert Zähringer

Ereignisse, die Leben prägen

Es gibt auf der Welt Großereignisse, die ganze Generationen prägen, die sich einbrennen in das kollektive Gedächtnis und bei denen jeder weiß, was in genau diesen Momenten getan wurde und, auch wichtig, wo man war. Auch ich selber habe, wie so viele, ein solches Ereignis, die unsere Politik bis heute bestimmt und eine Aggressivität in die westliche Welt brachte, die uns auch heute noch beschäftigt. Die Rede ist von den Anschlägen auf das World Trade Center, die sich vor ein paar Tagen schon zum 18.Mal jährten.

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Buchpreisbloggen mit Stefan Härtel (Bookster HRO): „Gelenke des Lichts“ von Emanuel Maeß

Seit ein paar Jahren wird die Longlist des Deutschen Buchpreises von einer bunten Schar Bloggerinnen und Bloggern offiziell begleitet, mit wechselnden Regularien. 2019 läuft es erstmalig nach dem Prinzip Patenschaft ab: Jeder bekommt einen Buchpreis-Kandidaten zugelost, liest ihn aufmerksam und bespricht ihn subjektiv. Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen sollen sich auf diese Weise Rezensionen jenseits des Feuilletons sammeln und im besten Fall zu Diskussionen anregen. In diesem Jahr habe ich die große Ehre, bei dieser Aktion ein bisschen mitmischen zu dürfen. Mein Patenbuch ist der Debütroman GELENKE DES LICHTS von Emanuel Maeß, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte. (mehr …)

Buchpreisbloggen mit Birgit Böllinger (Sätze & Schätze): „Mobbing Dick“ von Tom Zürcher

Was für ein grandioser Spaß! Ein Roman, so irrwitzig im ursprünglichen Sinne dieses Wortes, irre und witzig, irre witzig, so überdreht jedenfalls ist mir seit der „Verschwörung der Idioten“ kaum mehr etwas untergekommen. Ein abgefahrenes Spektakel, ausgerechnet angesiedelt hinter der biederen Fassade eines Kleinfamilienhauses in Witikon und den soliden Mauern einer Züricher Bank. (mehr …)