Autopsiebericht. Über „Walter Nowak bleibt liegen“ von Julia Wolf

Das Bedauern darüber, dass es Julia Wolfs Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ (Frankfurter Verlagsanstalt) nicht auf die Shortlist geschafft hat, ist unter den Buchpreisbloggern groß. „Mit wenigen, aber präzisen Schnitten dringt Julia Wolf in Walter Nowaks Gehirn zu den entscheidenen Momenten seines Lebens vor. Als Autopsie eines gescheiterten Lebens ist ‚Walter Nowak bleibt liegen‘ kein einfaches Buch. Aber ein gelungenes“, meint etwa Frank O. Rudkoffsky.

 

Großer Buchpreis-Check für „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse

Und weiter geht’s mit Mareikes großem Buchpreis-Check. Diesmal wird Robert Menasses Roman „Die Hauptstadt“ (Suhrkamp) unter die Lupe genommen: „Es ist der erste große und wichtige EU-Roman. Hochaktuell, um nicht zu sagen brisant, ein schlaues und fein ausbalanciertes Werk.“ Also zu Recht ein Shortlist-Titel – aber hat er in Mareikes Augen auch Chancen auf den Preis? Im Bücherwurmloch erfahrt ihr’s.

Shortlist-Lesung im Frankfurter Literaturhaus

Auch unsere Buchpreisbloggerinnen ließen sich natürlich nicht die Shortlist-Lesung entgehen, die jedes Jahr wenige Wochen vor der Preisverleihung im Frankfurter Literaturhaus stattfindet. „Für mich hat dieser Abend auch im Nachgang immer ganz viel Wirkung“, schreibt etwa Sarah.

„Es gibt ein paar schöne Zitate und Geschichten aus dem Abend, die man im Buchladenalltag weitererzählen kann, und diese Lesungsabende haben mich immer wieder auch Entdeckungen machen lassen.“ Hier geht’s zu ihrem ausführlichen Bericht auf dem Blog Pinkfisch.

Birgit Müller-Wieland – Flugschnee

Birgit Müller-Wieland stand mit ihrem Roman „Flugschnee“ (Otto Müller Verlag) auf der diesjährigen Longlist – und sorgte bei den Buchpreisbloggerinnen für ganz unterschiedliche Leseerlebnisse. Während Sarah die kunstvolle Komposition und den ruhigen Stil mochte, tat sich Isabella schwer mit dem Buch: zu ausgefranst die Geschichte, zu behäbig die Erzählweise. Auf ihrem Blog novellieren gibt’s eine ausführliche Besprechung, bei Pinkfisch eine kurze Rezensionsnotiz.

3 Buchpreisbloggerinnen sprechen über den #dbp17

Treffen sich drei Buchpreisbloggerinnen und reden – klar: über den Deutschen Buchpreis.

Booktuberin Ilke (BuchGeschichten) hat ihre Mitstreiterinnen Sarah (Pinkfisch) und Isabella (novellieren) zu sich aufs Sofa eingeladen, um sich über ihre Longlist- und Shortlistlektüren, über Enttäuschungen und Entdeckungen und natürlich über ihre Prognosen für die Preisverleihung am 9. Oktober zu unterhalten. Eine knappe halbe Stunde plaudern die drei, es ist ein informatives Gespräch, vor allem aber ein erfrischendes und unterhaltsames!

Romeo oder Julia & Katie

Booktuberin und Buchpreisbloggerin Ilke bespricht auf ihrem Kanal BuchGeschichten wieder zwei nominierte Titel gleichzeitig: zum einen „Romeo oder Julia“ von Gerhard Falkner (Berlin Verlag), zum anderen Christine Wunnickes „Katie“ (Berenberg). Zwei Bücher, die Ilke als äußerst unterhaltsam empfunden hat, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Hier entlang zum Video.

Christine Wunnicke – Katie

„Christine Wunnicke versteht es glänzend, mit historischen, hier insbesondere naturwissenschaftlichen Themen zu spielen und diese auf eine kluge und humorvolle Weise in anspruchsvolle, fesselnde Literatur zu verwandeln.“

Buchpreisblogger Sandro ist hin und weg von Wunnickes Roman „Katie“ (Berenberg), der es wie auch schon der Vorgänger „Der Fuchs und Dr. Shimamura“ auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat. Die komplette Besprechung gibt es im Blog novelero.

Buchhändlerinnen im Gespräch zum #dbp17

„Es ist ja schön und gut, wenn die von der Jury nominierten Titel im Feuilleton besprochen und von uns Buchpreisbloggern vorgestellt werden. Aber wie kommen Long- und Shortlist des Deutschen Buchpreises eigentlich bei denen an, die die Bücher dann auch verkaufen sollen?“

Diese Frage stellt sich Frank O. Rudkoffsky, und er gibt sie weiter an drei Buchhändlerinnen: Maria-Christina Piwowarski (ocelot, not just another bookstore), Jacqueline Masuck (Dussmann das KulturKaufhaus) und Angelika Abels (Angelikas Büchergarten). Ein interessanter Austausch, nachzulesen auf Franks Blog.