© Britta Schmitz

Jury 2019: Margarete von Schwarzkopf

Ob die „schönsten Legenden“, das Filmbuch zu „Momo“, ob über „Schokolade“ oder „Neandertaler“, ob Krimis oder Jugendbücher, Margarete von Schwarzkopf beweist als Buchautorin ein breites Spektrum an Interessens- und Wissensgebieten. Zudem arbeitet die Anglistin und Historikerin als freie Journalistin: Sie war jahrelang Feuilletonredakteurin bei der Welt und später beim NDR, wo sie unter anderem die Literatursendung „Bücherwelt“ betreute.

Auch mit der Arbeit als Jurorin ist von Schwarzkopf bereits bestens vertraut, so ist sie unter anderem in den Jurys des Crime Cologne Awards, der KrimiWelt-Bestenliste und des Viktor Crime Awards.

Jetzt geht es ans Eingemachte – entweder, oder? Margarete von Schwarzkopf entscheidet:

Kaffee oder Tee? Vormittags Kaffee zum Wachwerden, am Nachmittag viel Tee zum Wachbleiben und wegen der Gemütlichkeit.
Leseort: Bett oder Badewanne? Am liebsten im Bett oder im Sessel
Lesezeichen oder Eselsohr? Immer Lesezeichen – ich liebe Bücher und möchte sie nicht verletzen
100-Seiten-Bändchen oder 1000-Seiten-Wälzer? Lieber irgendwo dazwischen, aber es kommt nicht auf das Gewicht, sondern den Inhalt an.
Füller oder Tastatur? Da ich eine Sauklaue habe, mache ich mir zwar Notizen mit Füller oder Kugelschreiber, doch ansonsten immer Tastatur.
Sherlock Holmes oder Miss Marple? Ich schätze beide sehr und verdanke ihnen viele Anregungen in meiner Jugend.
Effi Briest oder Madame Bovary? Auch hier mag ich beide Autoren, aber wahrscheinlich ziehe ich Fontane dann doch vor.
1984 oder Brave New World? Ich bin ein großer Fan von Orwell und Huxley, deshalb würde ich keinem den Vorzug geben.
Kafka oder Poe? Die Qual der Wahl, aber da sich die beiden Autoren doch sehr voneinander unterscheiden, gebe ich beiden einen Pluspunkt, wobei zur „Entspannung“ ich sehr gerne Poe lese – und das schon seit meinem 10. Lebensjahr. Kafka kam erheblich später.
Leipziger oder Frankfurter Buchmesse? Leipzig fürs Gemüt, Frankfurt für die Information – beide sind sehr wichtig für mich.
Tageszeitung oder News-Alert? Ich lese immer noch täglich Zeitung und nur gelegentlich schaue in bei den Online-Anbietern hinein.
Orange Is The New Black oder Tatort? Tatort – vor allem Köln
Neues oder altes Literarisches Quartett? Das alte Quartett fand ich als Ort der „Streitkultur“ wesentlich unterhaltsamer als das neue.
Beethoven oder Rammstein? Niemals Rammstein, immer Beethoven. Ich halte mich da an Maximilian Schells Worte: „Ein Tag ohne Mozart ist ein verlorener Tag“. I could not agree more.
Steven Spielberg oder Lars von Trier? Steven Spielberg, allein schon wegen wunderbarer Erinnerungen an herrliche Stunden im Kino mit „Indiana Jones“ oder „E.T.“ und auch wegen meiner Söhne, die große Anhänger dieses genialen Regisseurs sind.
James Bond: Sean Connery oder Daniel Craig? In Retrospektive Sean Connery, aber Craig hat auch seine Meriten.
Skandinavien oder Mittelmeer? Seit meiner Kindheit ein Mittelmeer-Fan, doch seit einiger Zeit auch von Ländern wie Norwegen oder Island begeistert.
Zug oder Auto? Trotz der Macken der Deutschen Bahn fahre ich immer noch gerne Zug, da ich dort zum Lesen und zum Entspannen komme – außer den Zug hat allzu viel Verspätung!
Couch oder Kneipe? Meine Kneipentage sind weitgehend passé, aber meine Couchstunden gehören zu den Höhepunkten des Tages.
Zeitreise: 500 Jahre in die Vergangenheit oder in die Zukunft? Gerne in die Vergangenheit, insbesondere in die Zeit der Römer, also gerne 2000 Jahre zurück in die Vergangenheit.